3 Fragen zu Sportgetränken

Warum Kokoswasser bei schweißtreibender Action kein guter Durstlöscher ist und was uns stattdessen optimal versorgt

3 Fragen zu Sportgetränken

© iStock/oneinchpunch

Was ist drin?

1 Isotonisch ist ein Sportgetränk dann, wenn es die gleiche Menge gelöster Nährstoffteilchen (vor allem Natrium und Kohlenhydrate) wie unser Blut hat. Das ist die Voraussetzung für die möglichst schnelle Aufnahme der Flüssigkeit aus dem Magen-Darm-Trakt. Und darum geht es bei Sportgetränken, mal abgesehen davon, dass ausgeschwitzte Mineralien und verbrannte Energie ersetzt werden. Ob Powerade & Co dem Körper wirklich schneller Energie zur Verfügung stellen können, ist nach Ansicht von Sportmedizinern allerdings fraglich.

Wer braucht sie?

Sinnvoll sind isotonische Getränke für Sportler, die mehr als zwei Stunden am Stück intensiv trainieren. Ansonsten reichen die körpereigenen Energie- und Mineralspeicher völlig aus, sagen Experten der Sporthochschule Köln. Hobbysportler sollten lieber auf ihr Durstgefühl achten und bei Anstrengungen rechtzeitig trinken, und zwar pures Wasser.

Gibt es Alternativen?

3 Leistungssportler schwören auf Mineralwasser mit einer Prise Salz und zwei Esslöffel Kohlenhydratpulver pro Liter. Apfelschorle schmeckt zwar besser, enthält aber je nach Mix zu viel Zucker (zwei Drittel Wasser, ein Drittel Saft ist besser als halbe-halbe). Außerdem kann die Fruchtsäure nach größerer Anstrengung auf den Magen schlagen. Kokoswasser steht gerade hoch im Kurs, enthält für ein Sportgetränk aber zu wenig Natrium und ist zu süß, so das Ergebnis einer britischen Übersichtsstudie.

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