3 Fragen zum C-reaktiven Protein (CRP)

Der Entzündungsmarker gibt Aufschluss, wie stark eine Infektion ist, und ob Bakterien oder Viren schuld sind. Doch auch bei Gesunden ist er manchmal erhöht.

3 Fragen zum C-reaktiven Protein (CRP)

© iStock/vchal

Zu viel CRP im Blut – was heißt das?

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Zumindest nicht automatisch, dass man krank ist: Schwangere, Leistungssportler und Raucher haben häufig mehr sogenanntes C-reaktives Protein im Blut, auch Dauerstress kann diesen Entzündungswert erhöhen. CRP ist Teil des Immunsystems und hilft dabei, abgestorbene Abwehrzellen und körperfremde Substanzen aus dem Gewebe zu entfernen. Was den CRP-Wert wieder normalisiert: sich entspannen, spazieren gehen und gesund essen. Vor allem B-Vitamine, Omega-3-Fettsäuren, Zink und Magnesium beugen Entzündungen vor.

Was treibt den Wert hoch?

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Insbesondere bakterielle Infektionen, aber auch rheumatische Erkrankungen, Gewebeschäden etwa nach einer Operation, Herzinfarkt und Krebs – CRP ist nicht spezifisch für eine bestimmte Erkrankung, die Höhe des Anstiegs erlaubt aber einen Rückschluss darauf, wie schwer die zugrunde liegende Krankheit ist. Als normal gelten üblicherweise weniger als 5 Milligramm pro Liter Blutserum, stark erhöhte Werte liegen bei über 200 Milligramm pro Liter.

Wann testen lassen?

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Ein Schnelltest beim Arzt kann sinnvoll sein, wenn man einen fiebrigen Infekt hat: Zu Beginn einer bakteriellen Infektion schnellt das CRP
in die Höhe. Gibt es nur wenig erhöhte Entzündungswerte, ist das für den Arzt ein deutlicher Hinweis auf ein Virus. Statt Antibiotika zu schlucken, was völlig nutzlos wäre, hilft da nur: ab aufs Sofa und in Ruhe gesund werden.

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