Gastritis: Welche Pflanzen die Magenschleimhaut beruhigen

Bei einer Gastritis ist die Magenschleimhaut entzündet. Diese Heilpflanzen können Ihnen dagegen helfen

Gastritis: Welche Pflanzen die Magenschleimhaut beruhigen

© Anne Rudolph

Kamille

Kamillenblüten hemmen die Entzündung

Bisabolol, ein wichtiger Bestandteil des ätherischen Kamillenöls, wirkt nicht nur entzündungshemmend, sondern direkt gegen Bakterien – auch gegen den Magenkeim Helicobacter pylori. Kamille punktet zudem durch Schleimstoffe, die die Magenwand unmittelbar schützen und das Immunsystem anregen, sowie durch eine leicht krampflösende Wirkung. Ein Kamillenblütentee hilft also auf vielfältige Weise bei Magen-Darm-Beschwerden wie leichten Krämpfen, Blähungen und Magenschleimhautentzündung (Gastritis).

TIPP
TIPP: Nur die Blüten enthalten viel Kamillenöl. In Teebeuteln steckt aber oft das ganze Kraut. Also besser lose Kamillenblüten oder Arzneiteebeutel aus der Apotheke (z. B. von Sidroga) kaufen.

Leinsamen

Leinsamen legt einen Schutzfilm auf

Die Samen bestehen zu 25 Prozent aus Quell- und Füllstoffen, sie bilden einen Schleim, der sich schützend auf die gereizte Magenwand legt und unter dem sie besser abheilen kann. Bei einer Gastritis 2 bis 3 EL geschrotete gelbe Leinsamen über Nacht mit ¼ bis ½ Liter Wasser einweichen, morgens kurz aufkochen, durch ein Tuch in eine Thermoskanne abgießen und den lauwarmen Schleim über den Tag verteilt trinken. Es gibt auch fertige Portionsbeutel (z. B. von Linusit).

TIPP
TIPP: Der Leinsamenschleim kann die Aufnahme anderer Medikamente verhindern, darum 1 Std. Abstand zwischen der Einnahme von Leinsamen und Tabletten einhalten.

Kalmuswurzel

Kalmuswurzelstock unterstützt den Magen

Die auch Magenwurz genannte Pflanze bzw. ihr Wurzelstock kommt solo zum Einsatz, ist aber auch Bestandteil von Magen-Darm-Tees. Das ätherische Öl und die Bitterstoffe in Kalmus regen die Sekretion von Speichel und Magensaft an, außerdem beschleunigen sie die Entleerung des Magens und wirken krampflösend. Zusätzlich werden Bakterien und Entzündungen bekämpft. Interessant sind auch die Schleimstoffe darin, die sich ähnlich wie beim Leinsamen schützend über die Magenschleimhaut legen.

TIPP
TIPP: Manche Kalmus-Sorten enthalten krebserregende Anteile, darum besser auf die geprüfte Apothekenware oder auf Fertigextrakte (z.B. in Abdomilon) zurückgreifen.

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