Hilfe gegen nervöse Unruhe

Diese drei Heilkräuter helfen bei Anspannung und Schlafproblemen

Hilfe gegen nervöse Unruhe

© Anne Rudolph

Baldrianwurzel

Die Substanz Olivil ist offensichtlich ein wichtiger Wirkstoff der Baldrianwurzel. Sie bindet im Gehirn an die sogenannten Adenosin-1-Rezeptoren, an denen z. B. auch Koffein andockt. WährendBaldrianwurzel Koffein die Rezeptoren blockiert und dadurch wach macht, aktiviert Olivil die Andockstellen und sorgt infolgedessen für Entspannung. Studien haben gezeigt, dass durch Baldrian die Einschlafzeit kürzer und die Schlafqualität besser wird. Nach rund 3 Wochen zeigt sich eine gesteigerte Konzentrations- und Leistungsfähigkeit tagsüber.

TIPP
Zu wenig Baldrian kann paradoxerweise nervös machen! Die richtige Dosis: ½ bis 1 TL Tinktur oder 2 TL getrocknete Wurzel pro Tasse Tee, ein- bis mehrmals täglich.

Passionsblumenkraut

Das Kraut der hübschen Kletterblume wirkt wie viele Heilpflanzen als flüssiger Extrakt, als Tablette oder als Tee. Vermutlich sind es die Flavonoide, die im Gehirn die PassionsblumenkrautWiederaufnahme des Botenstoffs GABA (Gamma- Aminobuttersäure) hemmen. Als Folge ist mehr GABA an den Nervenenden vorhanden, was für den beruhigenden Effekt sorgt. Die Wirkung ist in zahlreichen Studien belegt. Passionsblume reduziert Reizbarkeit, innere Anspannung, Konzentrations- und Schlafstörungen und löst Angst.

TIPP
Der Extrakt enthält Alkohol, Tee (1 TL pro Tasse kochendes Wasser, 5 Minuten ziehen lassen) und Tabletten sind auch schon für Kinder ab 12 Jahren geeignet.

Lavendelblüte

Linalool, der wirksamkeitsbestimmende Inhaltsstoff der Lavendelblüten, kommt auch in Rosenholz und Koriander vor. Im Tierversuch bremst er die Aktivität lavendelblütenvon zahlreichen Genen, die sonst in Stresssituationen sehr eifrig sind. Lavendelöl wirkt bei innerer Anwendung angstlösend, indem es spannungsabhängige Kalziumkanäle im Gehirn blockiert. Neben dem Linalool spielt hierbei auch das Linalylacetat eine wichtige Rolle. Für einen Tee 1 bis 3 TL Blüten pro Tasse 5 Min. ziehen lassen oder reines ätherisches Lavendelöl (1 bis 4 Tropfen, z. B. auf Zucker) einnehmen

TIPP
Nicht jede der rund 20 wohlduftenden Zuchtlavendelsorten ist arzneitüchtig, darum besser auf Blüten, Öl oder Tabletten aus der Apotheke zurückgreifen.

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