Komm her, du Lauch!

Dieser Saisonliebling hat sich als Schimpfwort und Nationalsymbol durchgesetzt – ist aber vor allem ein vielseitiges Gemüse

Komm her, du Lauch!

© iStock/dominiquelandau

Warum ist Lauch so gesund?

Lauch, auch Porree genannt, besitzt viel Betacarotin (vor allem in den kräftigen, grünen Blättern), das Körperzellen schützt und Herzerkrankungen vorbeugen kann. In Lauch steckt zudem viel Inulin. Dieser Ballaststoff sorgt dafür, dass der Körper Calcium und Magnesium besser speichern kann. Das ist gut zur Vorbeugung von Osteoporose. Inulin beeinflusst zudem die Darmflora positiv. Auch der Gehalt des Lauchs an Vitamin C, Eisen und Kalium ist nicht zu verachten.

Wie macht sich Lauch im Essen?

Verwandt mit Knoblauch, Bärlauch und Zwiebel, ist Lauch viel milder im Geschmack. Er ist nicht so dominant und verleiht Gerichten eine raffinierte, feine Note. Wer im Lauch nur die Basis für eine Gemüsebrühe sieht, tut ihm unrecht. Als Beilage passt er ideal zu Fisch und Muscheln sowie zu Huhn. In Eintöpfen, Gratins und Soßen harmoniert er bestens mit kräftigen Käsesorten oder Speck, eine perfekte Kombination geht er mit Kartoffeln ein. Anis, Estragon, Fenchel, Kerbel und Minze eignen sich zum Würzen.

Aber was hat der Lauch mit Streetslang und Wales zu tun?

Entsprechend seiner Optik und seiner zurückhaltenden Note wird eine Person als „Lauch“ bezeichnet, die schüchtern, schmal und schlaksig daher kommt. Trotzdem tragen die Waliser den Lauch sogar im Wappen. Vermutlich geht das auf einen König im 7. Jahrhundert zurück, der fand, Porree am Helm sei ein gutes Erkennungszeichen für seine Truppen.


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