Länger leben mit Sushi, Soba und Wakame

Die traditionelle japanische Kost wirkt lebensverlängernd

Länger leben mit Sushi, Soba und Wakame

© iStock/Lisovskaya

Die durchschnittliche Lebenserwartung für Männer in Japan beträgt 80 Jahre, bei Frauen sind es sogar 87 Jahre: Das ist weltweiter Rekord. Dass dabei die typische japanische Kost eine wichtige Rolle spielt, wird schon lange vermutet und ist jetzt durch eine große Studie bestätigt worden, die kürzlich im renommierten British Medical Journal veröffentlicht wurde: Die Wissenschaftler erhoben Daten von fast 80.000 Männer und Frauen im Alter von 45 bis 75 Jahren – und das über 15 Jahre lang.

Je mehr die Ernährungsweise der traditionellen Kost und damit auch den offiziellen japanischen Ess-Empfehlungen entspricht, desto geringer ist die Sterblichkeit.

Dabei zeigte sich: Je mehr die Ernährungsweise der traditionellen Kost und damit auch den offiziellen japanischen Ess-Empfehlungen entspricht, desto geringer ist die Sterblichkeit. Vor allem tödliche Herzinfarkte und Schlaganfälle waren in der Gruppe der traditionellen Esser deutlich seltener, als bei denen, die sich eher westlichen Genüssen (viel Fleisch, Fett und Zucker) zuwandten.

Und was genau macht den Unterschied? Auf dem traditionell japanischen Speiseplan steht viel Getreide, etwa Reis, Nudeln und Soba (Buchweizenpasta). Und vor allem: Viel Gemüse in jeder Form – frisch, gedünstet, fermentiert (also sauer eingelegt), und auch Algen (etwa Wakame und Nori) sind ein wichtiges Element. Dazu gibt es Fisch, Tofu und Fleisch, allerdings in eher kleinen Mengen. Obst, Süßes und Milchprodukte finden sich unter ferner liefen. Diese relativ kohlenhydratreiche Kost, die eine Menge bioaktiver Pflanzenstoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe und dazu gesunde Fette enthält, scheint sich äußerst positiv auf die Gesundheit und damit auf die Lebensdauer auszuwirken. Ein Studienergebnis, das zeigt, dass angesagte kohlenhydratarme Kostformen wie „Low Carb“ oder die fleischlastige Steinzeiternährung „Paleo“ nicht der einzige Weg sind, sich gesund zu ernähren.

Buchtipp von so gesund-Ernährungsexpertin Katrin Steffens
„Japanisch kochen – ganz easy“ von Harumi Kurihara, Dorling Kindersley Verlag, 19,95 Euro.

„’Ganz easy’ ist nicht zu viel versprochen – das Buch enthält viele klassische, wirklich simple Rezepte und ist darum super für Einsteiger! Besser (vor-) bestellen, denn es ist schon seit fünf Jahren auf dem Markt und darum sicher nur in den wenigsten Buchhandlungen vorrätig.“

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