Warum Sie auf Silikone im Shampoo verzichten sollten

Viele Shampoos enthalten Silikone. Doch die sind weder für die Gesundheit noch für die Umwelt gut

Warum Sie auf Silikone im Shampoo verzichten sollten

© iStock/LarsZahnerPhotography

Silikone versprechen Glanz und Geschmeidigkeit. Doch leider ist die Wirkung nur oberflächlich: Die Kunststoffe trocknen die Haare aus, machen sie schwer und platt. Auch die Kopfhaut leidet unter den synthetischen Stoffen, ganz zu schweigen von der Umweltbelastung durch Silikone. Zum Glück gibt es natürliche Alternativen.

Silikone verkleben die Haare

Silikone sind Filmbildner, das heißt sie legen sich um jedes einzelne Haar und bilden einen luftdichten Film. Zudem sind Silikone nicht wasserlöslich. Durch die Verwendung silikonhaltiger Haarpflegeprodukte baut sich also eine hartnäckige Schicht auf dem Haar auf, die mit jeder weiteren Anwendung wächst. Dieses Phänomen wird auch „Silikon-Build-Up“ genannt.

Im ersten Moment wirkt es dann so, als seien die Haare geschmeidiger und glänzender, doch das Haar ist nicht wirklich gesünder geworden. Im Gegenteil: Was so schön geschmeidig ist und glänzt, ist lediglich das Silikon.

Haare und Kopfhaut trocknen aus

Durch die Silikonschicht wird das Haar zum einen schwer und verliert an Volumen, zum anderen kann es keine Pflegestoffe mehr aufnehmen. Es kann nicht mehr atmen und trocknet so immer mehr aus.

Außerdem beginnt die Kopfhaut zu fetten oder auszutrocknen, da sie ebenfalls von einer Silikonschicht verklebt wird und sich nicht mehr regulieren kann. Folgen können Juckreiz, Schuppen und Allergien sein.

Auch für die Umwelt ein Problem

Silikone sind Kunststoffe und nicht wasserlöslich. Deshalb passieren sie den Abfluss und erreichen Flüsse oder Seen. In der Natur kann Silikon schwer bis gar nicht abgebaut werden. Die synthetischen Filmbildner reichern sich in den Gewässern an und können sogar bis ins Grundwasser gelangen.

Jede Haarwäsche mit Silikon-Shampoo stellt daher eine Belastung für die Umwelt dar. Zeit für natürliche Alternativen, von denen es zum Glück einige gibt. Pflanzliche Wachse wie Jojobaöl, Fette wie Kokos oder Babassu und Öle wie Avocado-, Oliven- oder Mandelöl sind ebenfalls Filmbildner. Doch im Gegensatz zu Silikonen sind sie rein natürlich und lassen sich bei der nächsten Wäsche wieder auswaschen. Außerdem bauen sich in der Natur innerhalb weniger Wochen vollständig ab.


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