Sommer, Sonne, Sonnenschutz

Von 0 auf 100: Wir haben aktuelle Trends in Sachen Sonnencreme für Sie nach Lichtschutzfaktor sortiert

Sommer, Sonne, Sonnenschutz

© mauritius images
LSF 0

Trend: Sonnen-Früherziehung

Kinder müssen lernen, wie wichtig Eincremen ist – die deutsche Krebshilfe hat dazu die Geschichte vom Clown Zitzewitz und ein Sonnenmemory zum Runterladen ins Netz gestellt. Und die Cremehersteller bringen jetzt Max und Lotte ins Spiel: Liegen die Puppen ungeschützt in der Sonne, werden sie rot. Wenn sie vorher mit Sonnencreme eingeschmiert werden, passiert das jedoch nicht. Der Effekt lässt sich etwa 100-mal wiederholen. Bis dahin cremen die Kleinen hoffentlich sich selbst gleich mit ein.

Sonnenpuppen
MAX

© NIVEA

Max (ca. 20 cm groß) und seine Schwester Lotte bekommen Sie ab Juli und solange der Vorrat reicht bei DM und Müller dazu, wenn Sie zwei Nivea-Sun-Produkte kaufen – oder für 20 Euro auf nivea.de

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LSF 20

Trend: Augencremes

Weil die Haut hier so zart und empfindlich ist, entstehen die ersten Fältchen fast immer an den Augen. Und Sonne ist nun mal Faltenverursacher Nummer eins. Umso schöner, dass es endlich vermehrt Augencremes mit Lichtschutzfaktoren um die 20 (ca. 15 bis 30) gibt, die nicht spreiten, also auch nicht in den Augen brennen (z. B. „Wild Rose Eye Cream“ von Korres mit LSF 15, 15 ml um 30 Euro, u. a. über korres.com).

LSF 30

Trend: Alleskönner fürs Gesicht

Früher gab es Tagescremes und Sonnencremes. Mittlerweile kann man kaum noch trennen: Sonnencremes fürs Gesicht werden immer leichter und ausgeklügelter. Sie lassen sich einfach auftragen, bieten Frauen eine gute Make-up-Unterlage und kleben bei Männern nicht im Bart. Zudem stecken allerlei gute Zutaten darin: Hyaluronsäure füllt den Feuchtigkeitsspeicher in der Haut auf, Flavonoide wirken antioxidativ und reduzieren Rötungen. Und natürlich ist Sonnenschutz enthalten: gegen UV-A-Strahlen, die tief in die Haut eindringen und für Hautalterung und Allergien verantwortlich sind – und UV-B-Strahlen, die Sonnenbrand verursachen (z. B. „Sun Fluid Anti-Age Gesicht LSF 30“ von Eucerin, 50 ml um 18 Euro).

LSF 50

Trend: Infrarotschutz

Ja, es ist wahr: Auch ein Teil des Infrarot-Lichts – umgangssprachlich Wärmestrahlung genannt – dringt in die Zellen ein und trägt dort deutlich zur Hautalterung bei. Spezielle Filtersubstanzen gibt es nicht, vielmehr enthalten Cremes mit IR-Schutz eine Extraportion Radikalfänger, weil Infrarotlicht oxidativen Stress auslöst. Prof. Jean Krutmann vom Institut für umweltmedizinische Forschung in Düsseldorf konnte nachweisen, dass eine solche Creme akute Sonnenschäden sehr schnell wieder reparieren kann. Optimal sei ein Cocktail aus Vitamin E und C, Q   10 und Traubenkernöl (z. B. in „Ladival Sonnenschutzmilch Trockene Haut 50+“, 200 ml um 22 Euro, Apotheke).

LSF 100

Trend: extrem hohe Faktoren

Die EU hat festgelegt: Der höchste Sonnenschutz soll LSF 50+ sein, danach ist Schluss. Höhere Zahlen signalisierten dem Verbraucher einen 100-prozentigen Schutz, den es aber nicht gebe. Auch, weil sich niemand dick genug einschmiert. „Zahlreiche Studien beweisen, dass die Menschen nur 25 Prozent der empfohlenen Menge auftragen“, sagt Prof. Krutmann. Wer LSF 50 dünn cremt, hat de facto nur LSF 12,5 auf der Haut. Der Wissenschaftler fordert darum einen LSF von 100. „Dann käme dabei wenigstens ein LSF 25 heraus, und der ist aus dermatologischer Sicht sinnvoll.“ Wer jetzt schon nach oben streben will: Es gibt eine Feuchtigkeitspflege fürs Gesicht, die sich nicht Sonnenschutzcreme nennt, aber LSF 100 hat („Anthelios KA“ von La Roche–Posay, 50 ml um 24 Euro, Apotheke).

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