Melonen: Sommerfrisch auf den Tisch

Gut an heißen Tagen: Melonen liefern Wasser in einer wunderbaren Naturverpackung. Was sonst noch drin steckt, schützt unter anderem die Haut

Melonen: Sommerfrisch auf den Tisch

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Den Wüstennomaden Afrikas waren sie schon vor rund 3000 Jahren eine süße Erfrischung: Schließlich bestehen Melonen ganz überwiegend aus Flüssigkeit, 200 Gramm liefern 180 Milliliter Wasser – einen gerade im Hochsommer häufig vernachlässigten Nährstoff. Dazu enthalten die großen Früchte einiges an Kalium, das ist wichtig für den Wasserhaushalt und damit für einen stabilen Kreislauf. Die kleineren und süßeren Zuckermelonen (etwa Cantaloupe-, Honig- oder Galiamelone) bringen zudem noch relativ viel Vitamin C und Folsäure mit. Botanisch gesehen sind sie übrigens näher mit Gurken verwandt als mit der Wassermelone.

Melonen sind gut für die Haut

Einer der wichtigsten Nährstoffe darin sind die sogenannten Carotinoide. Besonders viel Betacarotin findet sich in Honig-, Galia- oder Netzmelonen, Wassermelonen dagegen enthalten wie Tomaten viel Lykopin, das ebenfalls zur Carotinoid-Familie gehört. Diese gelbroten Farbstoffe mit antioxidativer Wirkung werden in die Haut eingelagert und können dort die Zellen vor Schäden, verursacht etwa durch Sonnenlicht oder Zigarettenrauch, schützen. Sie bewahren sogar vor Faltenbildung, wie eine Studie der Berliner Charité zeigte: Die Probandinnen, in deren Haut viel Carotin eingelagert war, wiesen die geringste Fältchentiefe auf. Um diesen Effekt zu erreichen, ist mal ein Stück Melone jedoch nicht genug. Dafür muss es über mindestens sechs Wochen hinweg täglich eine Portion der antioxidativen Pflanzenfarbstoffe (auch in Aprikosen, Spinat, Paprika oder Brokkoli enthalten) sein.

Reife Wassermelonen erkennt man durch „Anklopfen“

Dann sollte es hohl klingen. Die kleinen Melonensorten weisen einen leichten Riss am Stielansatz auf, wenn sie reif sind, und auch der charakteristische süßaromatische Duft ist ein gutes Reifezeichen. Im Kühlschrank halten sich Melonen im Ganzen ca. eine Woche, angeschnitten (Schnittfläche mit Frischhaltefolie abdecken) noch rund drei Tage.

Wassermelone

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Die optimale Zubereitung

Melonen schmecken leicht gekühlt und frisch aufgeschnitten am besten. Sie machen sich ausgesprochen gut in der Kühltasche auf dem Schwimmausflug. Kleine Melonenstücke direkt aus dem Tiefkühler sind als Erfrischung zum Lutschen unschlagbar.

REZEPT: Römersalat mit Melone und Roquefortkäse

ZUTATEN FÜR 4 PERSONEN:
1 großer Roma-Salat, 400 g Wassermelone, 400 g Galia- oder Netzmelone, 2 EL Weißweinessig, 2 EL Zitronensaft, Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, 1 TL Ahornsirup, 7 EL Olivenöl, 150 g Roquefortkäse

  1. Salat in ca. 2 cm breite Streifen schneiden, waschen und trocken schleudern. Wassermelone schälen, in Würfel schneiden (Kantenlänge ca. 2 cm) und mit einem spitzen Messer die Kerne entfernen. Bei der Galia-Melone die Kerne mit einem Löffel herausschaben, dann ebenfalls schälen und würfeln.
  2. Essig, Zitronensaft, Salz, eine großzügige Menge Pfeffer, Ahornsirup und Öl in einem hohen Gefäß kurz mit dem Stabmixer aufschlagen.
  3. Den Salat in eine flache, breite Schüssel oder auf Teller geben. Roquefort würfeln oder zerbröckeln und mit den Melonenwürfeln darauf verteilen. Zum Schluss das Dressing darüberträufeln.

ENTHÄLT PRO PORTION:
ca. 360 Kalorien, 10 g Eiweiß, 29 g Fett, 14 g Kohlenhydrate. Und vor allem: sehr viel Beta- carotin und eine ordentliche Portion Lykopin, dazu noch viel Vitamin B2, Zink und Kalzium.

 

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