Warum Schwimmen so gut tut

In jedem Alter kann man den Körper durch Schwimmen fit halten. Warum auch Sie ins kühle Nass springen sollten

Warum Schwimmen so gut tut

© iStock/Ridofranz

Wir Menschen bestehen zu einem Großteil aus Wasser. Kein Wunder, dass wir uns darin so wohl fühlen.

Welche Muskelgruppen trainiere ich beim Schwimmen?

„Schwimmen nimmt eine Sonderstellung unter den Sportarten ein, insbesondere, weil sehr viele Muskelgruppen an den Bewegungsabläufen beteiligt sind und „eingerostete Gelenke“ leichter aktiviert werden können“, erklärt der Sportmediziner Dr. med. Willi Heepe.

Besonders in die Bewegungsabläufe eingebunden würden die gesamte Brustkorb- und die Armmuskulatur, erklärt Dr. Heepe weiter. Wird Schwimmen mit einer intensiven Wassergymnastik gekoppelt, sind sogar beinahe alle Körpermuskeln am Sport beteiligt. Außerdem werde das Körpergewebe straffer und die Ausdauer verbessert, sagt Paralympics-Trainer Matthias Ulm.

Schwimmen ist gerade deshalb so effektiv, da man sich gegen den Widerstand im Wasser bewegen muss. Daher ist je nach Alter oder körperlichem Zustand auch die richtige Technik ausschlaggebend für Erfolge. Ein Klassiker unter den Schwimmtechniken ist das Brustschwimmen. Für den Kopf, Nacken und den Rücken ist Rückenschwimmen besonders entlastend. Beim Delfinschwimmen und dem Kraulen sind eine hohe Ausdauer sowie viel Kraft gefragt.

Wer als Laie erste Erfolge sehen will, soll regelmäßig trainieren, rät Matthias Ulm. Auch ein bis zwei Mal die Woche reichen dafür aus.

Für wen eignet sich Schwimmen besonders?

Eine besondere Eignung ergibt sich für Übergewichtige, „da sie mit dem Schwimmen ihre ohnehin überbelasteten Gelenke eher entlasten“, erklärt Heepe.

Auch für Menschen mit körperlichen Einschränkungen sei Schwimmsport oftmals ideal. Die „Entlastung des Bewegungsapparats bei gleichzeitiger körperlicher Ertüchtigung“ – sei hierbei laut Paralympics-Trainer Ulm von Vorteil. Schwimmen fördere zudem das Selbstbewusstsein und bringe soziale Teilhabe.

Schwimmen will gelernt sein!

„Beobachte ich die meisten Besucher eine Schwimmbades, komme ich zu der makaberen Feststellung, dass der Aufenthalt im Becken eher mit einer Badewanne und trainingsunwirksamer Bewegung gekoppelt ist, als dass ein effektives Körpertraining stattfindet“, berichtet Heepe weiter.

Die Frage die sich stellt: Dominiert hier nicht wollen oder nicht können? Laut einer „Forsa-Umfrage“ im Auftrag der „Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft“ (DLRG) kann beispielsweise jeder zweite Grundschüler nicht richtig schwimmen.

Was kann man tun, um sowohl Kinder als auch Erwachsene mehr fürs Schwimmen zu begeistern? Laut Schwimmtrainer Matthias Ulm kann man eine „Förderung des Schwimmsports und Schwimmens allgemein durch die Politik und Wirtschaft“ erreichen, mit „Bäder[n] in ausreichender Zahl und Qualität, Förderung von Schwimmvereinen, die die Schwimmausbildung aktiv betreiben.“ Außerdem sollte Schwimmen länger in der Schule unterrichtet werden.

Die Bewegungen im Wasser sind schonend und trainieren dennoch intensiv die Muskeln. Kein Wunder, dass Schwimmen zu den gesündesten Sportarten gehört. Noch dazu macht es richtig Spaß – was will man mehr? Vielleicht haben auch Sie nun Lust bekommen, ins nächste Schwimmbad zu gehen? Wir schon!

 


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