Was hilft bei Lippenherpes: Honig oder Zahnpasta?

Wir haben uns unter unseren Leserinnen und Lesern umgehört, worauf sie bei Lippenherpes setzen: Honig, Zahnpasta, Tee, Knoblauch oder Eiswürfel

Was hilft bei Lippenherpes: Honig oder Zahnpasta?

© iStock/LeventKonuk

Honig

Kann man bei Lippenherpes uneingeschränkt empfehlen, es gibt sogar eine kleine Studie, in der er bei Patienten mit wiederkehrendem Herpes in puncto Herpesdauer, Schmerzempfinden und Verkrustung besser abschneidet als der klassische antivirale Wirkstoff Aciclovir. Honig enthält sogenannte antimikrobielle Stoffe, die Bakterien und Viren bekämpfen. Am besten, man trägt ihn wie alle Hausmittel mehrmals täglich auf und wirklich gleich sobald man merkt, dass sich ein Herpes entwickelt. Sogenannter Manuka-Honig, der ursprünglich aus Neuseeland kommt, gilt wegen des Zuckerabbauprodukts Methylglyoxal darin als besonders wirksam.

Zahnpasta

Viele schwören drauf, darum ist sie einen Versuch wert. Allerdings: Längst nicht jede Zahnpasta enthält Zink. Das Spurenelement wirkt entzündungshemmend und heilungsfördernd, womit man die Wirkung bei Lippenherpes erklärt.

Teebeutel

Eine gute Sache, zumindest, wenn Sie schwarzen Tee nehmen. Denn die Gerbstoffe darin ziehen die Hautoberfläche ein wenig zusammen und wirken dadurch heilungsfördernd. Nach dem Teekochen die Beutel abkühlen lassen und am besten in den Kühlschrank legen. Dann auf den Herpes drücken. Der Kühleffekt kann sehr angenehm sein.

Knoblauch

Die aufgeschnittene Knoblauchzehe auf den Herpes im Anfangsstadium drücken: ein ganz einfaches Mittel, das antiviral wirkt. Allerdings ist der Effekt speziell gegen Herpesviren nicht belegt. Sind schon Bläschen da, ist Knoblauch zu scharf.

Eiswürfel

Dieses Hausmittel beruht auf dem Gedanken, dass die Virenvermehrung wie viele biologische Prozesse bei Kälte langsamer vonstatten geht. Wenn der Herpes gerade erst spürbar ist, könnte das sinnvoll sein. Wichtig: Nie direkt auf die Lippen legen – immer in ein Tuch wickeln, sonst schadet der Kältereiz der ohnehin schon stark strapazierten Haut.

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