Welches Gesichtsöl passt zu mir?

Öle sind eine Wohltat für die Gesichtshaut. Wichtig ist die Wahl des richtigen Gesichtsöls, denn jeder Hauttyp hat andere Bedürfnisse

Welches Gesichtsöl passt zu mir?

© iStock/kazmulka

Gesichtsöl schützt und pflegt die Haut. Doch: Öl ist nicht gleich Öl. Welches Gesichtsöl am besten zu Ihrem Hauttypen passt, erklären wir Ihnen hier. Auch bei der Anwendung gilt es, einfache Regeln einzuhalten.

Drei Tipps für Gesichtsöle

  1. Wichtig ist, dass es sich um hochwertige Öle handelt. Sie sollten kaltgepresst und möglichst naturbelassen sein. Dann kann man davon ausgehen, dass sie frei von chemischen Zusatzstoffen und lange haltbar sind.
  2. Damit das Gesichtsöl überhaupt wirken kann, sollte es immer auf die feuchte Haut aufgetragen werden – nur so kann es in die Haut einziehen.
  3. Die sogenannte „Komedogenität“ von Ölen ist ausschlaggebend. Komedone sind schlichtweg Mitesser. Der Begriff komedogen beschreibt also, ob und wie stark ein Öl die Poren verstopft. Stark komedogene Öle eignen sich für alternde und trockene Haut. Unreine und Mischhaut kann schon bei leicht komedogenem Öl mit Unreinheiten reagieren.
1.

Öle für normale bis empfindliche Haut

Eine empfindliche Haut erkennt man an Rötungen, Irritationen und Juckreiz. Diese Öle beruhigen die Haut und lindern Beschwerden:

Ringelblumenöl (nicht komedogen)

Das Öl der Ringelblume, auch Calendula-Öl genannt, beugt Entzündungen vor und regt die Regeneration der Haut an. Es wirkt stark heilend bei Hautwunden. Zudem zieht es besonders schnell ein, ohne einen Film zu hinterlassen.

Marula-Öl (leicht komedogen)

Marula-Öl ist reich an Antioxidantien, zieht schnell ein und bindet Feuchtigkeit in der Haut –  so wird die Haut vor Umwelteinflüssen und vorzeitiger Hautalterung geschützt. Das Öl ist gleichermaßen für sensible, normale und sogar trockene Haut geeignet.

Mandelöl (leicht komedogen)

Aufgrund seiner regenerierenden Wirkung schwächt Mandelöl Narben und dunkle Flecken ganz natürlich ab. Auch Neurodermitis, Falten und Rötungen werden sanft gelindert.

2.

Öle für trockene Haut

Die Haut spannt nach dem Waschen und es zeigen sich schnell Hautschüppchen und Trockenheitsfalten? Diese Symptome lassen auf eine trockene Haut schließen, die gerade jetzt im Winter eine reichhaltige Pflege benötigt. Folgende Öle sind besonders geeignet:

Avocado-Öl (leicht komedogen)

Das Öl enthält pflegende Omega-3-Fettsäuren sowie Vitamin A und E. Phytosterine regen außerdem die Zellneubildung an, wodurch zum Beispiel Narben gepflegt und abgeschwächt werden.

Kokosnuss-Öl (stark komedogen)

Kokosnussöl ist aufgrund des hohen Gehalts an Fettsäuren vor allem für trockene und spröde Haut geeignet. Zudem wirkt es antibakteriell und beruhigend. Auch Falten und Altersflecken können gelindert werden.

Olivenöl (leicht bis stark komedogen)

Olivenöl spendet dank einem hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren besonders viel Feuchtigkeit. Die Vitamine E und A versorgen die Haut mit Sauerstoff und verleihen ihr Spannkraft, somit wirkt es wie ein Anti-Aging-Mittel.

3.

Öle für Mischhaut und unreine Haut

Die Haut glänzt in der T-Zone, die Poren sind vergrößert und Hautunreinheiten treten häufiger auf? Dann handelt es sich entweder um eine Mischhaut oder um eine eher ölige Haut. Auch für diese Hauttypen gibt es geeignete Gesichtsöle, die Unreinheiten lindern und die Haut pflegen:

Jojoba-Öl (nicht komedogen)

Jojobaöl gehört eigentlich zu den Wachsen und wird deshalb besonders gut von der Haut aufgenommen, ohne einen Film zu bilden. Es wirkt besonders antibakteriell, entzündungshemmend, und hautglättend. Aufgrund seiner guten Verträglichkeit ist das Gesichtsöl für alle Hauttypen geeignet.

Traubenkernöl (nicht komedogen)

Das Öl ist leicht und hilft der Haut in Balance zu kommen. Die Kombination aus den Vitaminen E und K, Omega 6, Lecithin und dem Antioxidans Procyanid macht die Haut lebendig und glatt – ganz ohne die Poren zu verstopfen.

Teebaum-Öl (nicht komedogen)

Das Öl des Teebaums wirkt effizient gegen Viren, Bakterien und Pilze – das macht es zur Wunderwaffe gegen Akne und Pickel. Aufgrund seiner starken Wirkung sollte man es unverdünnt niemals großflächig auftragen, sondern entweder mit anderen Ölen mischen oder in seiner reinen Form nur lokal auf Unreinheiten auftragen.

4.

Öle für alternde Haut

Botox? Nein danke! Diese natürlichen Öle sind wahre Anti-Aging-Wunderwaffen, da sie dem Eigenfett der Haut ähneln. So beugen sie Fältchen und Co. besonders effektiv vor.

Arganöl (nicht komedogen)

Das Öl ist ein wahres Wundermittel: Es wirkt sehr pflegend, regenerierend und feuchtigkeitsspendend, ist aber dabei aber nicht komedogen, sondern sogar entzündungshemmend. Schuppenflechte, Neurodermitis oder Ekzeme, sowie Schwangerschaftsstreifen und Narben werden gelindert.

Nachtkerzenöl (stark komedogen)

Für Mischhaut ist es leider zu schwer – trockene oder alternde Haut profitiert jedoch von den pflegenden Eigenschaften des Nachtkerzenöls, die besonders im Zusammenspiel mit Hagebutten-Öl zur Geltung kommen. Die Haut wird elastischer und wirkt erfrischt, auch Rötungen werden gelindert.

Granatapfel-Öl (nicht komedogen)

Der Granatapfel enthält drei Mal so viele Antioxidantien wie grüner Tee. Vorzeitiger Zellalterung durch freie Radikale wird so besonders effektiv vorgebeugt. Das Gesichtsöl ist zudem nicht komedogenen und wirkt somit pflegend und Poren-verkleinernd zugleich.

 


Dieser Beitrag erschien zuerst online bei:
Codecheckcodecheck: Produkte checken und gesund einkaufen

KOMMENTARE

DISQUS: 0