Bikram Yoga: Was ist das eigentlich? Yoga-Quickie

Bikram Yoga ist nach dem indischen Yogameister Bikram Choudhury benannt und eine von zahlreichen Yogastilen, die wir Ihnen hier in aller Kürze vorstellen.

Bikram Yoga: Was ist das eigentlich? Yoga-Quickie

Bikram Yoga wird bei einer Raumtemperatur von 40 Grad Celsius ausgeübt. ©iStock/fizkes

Was ist Bikram Yoga?

Bikram Yoga wurde von dem 1946 in Kalkutta geborenen Bikram Choudhury erfunden Er soll die Abfolge von zwei Atemübungen und 24 Yoga-Haltungen nach einer Knieverletzung entworfen haben, die er Ende der Sechzigerjahre erlitt. Das Besondere an dieser Yoga-Form ist die Raumtemperatur von etwa 40 Grad Celsius und die recht hohe Luftfeuchtigkeit von 40 Prozent. Dadurch gleicht Bikram Yoga Sport in der Sauna. Schwitzen ist vorprogrammiert.

Wie funktioniert Bikram Yoga?

Durch die Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit tragen viele Yogis beim Bikram Yoga Bikini oder Boxershorts und haben ihre eigene Matte dabei, Badeschlappen, Handtücher sowie einen Liter Wasser. Der Besuch eines “Hot Yogas”-Studios erinnert dadurch eher demjenigen in einem Schwimmbad. Doch die Ausrüstung ist sinnvoll: Die Badeschlappen schützen vor Fußpilz, den man sich in dem feucht-warmen Klima schnell einfangen kann. Und auf der eigenen, durch ein Handtuch geschützten Matte zu schwitzen, ist sicher angenehmer, als über den Schweiß seines Vorgängers auf einer fremden Unterlage nachzudenken. Leichte Funktionskleidung oder tatsächlich Boxershorts bzw. Bikini sind von Vorteil. Auch für die anschließende Dusche ist es gut, ein Handtuch dabei zu haben. Die meisten Bikram Studios sind für eine bessere Selbstkontrolle des Körpers verspiegelt.

Die Übungen selbst folgen einem festgelegten Ablauf. Angefangen bei der Tiefenatmung Pranayama, die die Lunge energetisch öffnen soll, über den Halben Mond mit Vorwärtsbeuge, den Stuhl, den Adler, den Bogen im Stehen oder die Waage bis hin zum Baum, der Kobra, der Bauchpresse und der abschließenden Feueratmung, ist die Choreografie in jeder Bikram Yoga Session gleich. Die ersten zwölf Übungen finden stehend statt, danach geht es runter auf die Matte. Jede der Übungen stärkt andere Muskelgruppen und regt bestimmte Körperfunktionen an.

Wie gesund ist Bikram Yoga?

Bikram Yoga ist der anstrengende Bruder des entspannten Hatha Yoga. Herz und Kreislauf werden besonders stark beansprucht. Das kann, je nach Konstitution, gut und schlecht sein. Menschen mit entsprechenden Vorerkrankungen, einem sehr hohen oder sehr niedrigen Blutdruck beispielsweise, sollten deshalb entweder auf Bikram Yoga verzichten oder zuvor mit ihrem behandelnden Arzt sprechen.
Der 2018 veröffentlichten Bikram yoga heart study zufolge sei außerdem weniger die Hitze für die gesundheitsförderlichen Effekte des Bikram Yogas verantwortlich, sondern vielmehr die Abfolge der 26 Übungen und eine regelmäßige Praxis von ungefähr dreimal pro Woche.
Grundsätzlich aber regt Bikram Yoga den Stoffwechsel an, das entgiftet den Körper, baut oxidativen Stress ab und kurbelt die Fettverbrennung an. Pro Sitzung sollen bis zu 700 Kalorien verbrannt werden, das ist ungefähr so viel wie in einer Stunde Joggen und dreimal so viel wie beim Hatha Yoga.

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