Butter: besser als ihr Ruf

Weil sie viele gesättigte Fettsäuren enthält, soll Butter schlecht für Herz und Gefäße sein. Eine Studie räumt mit diesem Vorurteil auf

Butter: besser als ihr Ruf

© iStock/YelenaYemchuk

Streichfett aus Kuhmilch ist nicht so schädlich für Herz und Gefäße wie gedacht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie  der Universität Boston.

Die Wissenschaftler durchforsteten die Gesundheitsdaten von mehr als 630 000 Personen aus 15 Ländern. Dabei konnten sie zwischen Butterkonsum und Herz-Kreislauf-Erkrankungen keinen Zusammenhang feststellen.

Besonders interessant: Wer sich regelmäßig Butter aufs Brot schmierte, erkrankte sogar seltener an Diabetes als der Bevölkerungsdurchschnitt. Die Wissenschaftler errechneten ein um vier Prozent vermindertes Risiko pro Tagesration Butter (14 Gramm).

Das Ergebnis bedeutet allerdings nicht, dass Butter vor Diabetes schützt. Für Dariush Mozaffarian, Autor der Studie, legen die Auswertungen lediglich nahe, dass sich gesättigte Fette eher neutral als negativ auf Stoffwechsel und Blutgefäße auswirken.
Möglicherweise liege das geringere Diabetesrisiko daran, dass Fett-Sparer ihren Hunger häufiger mit zuckerhaltigen Lebensmitteln stillen als Butter-Fans, vermutet der Wissenschaftler.
Fakt bleibt: Wer abnehmen will oder bereits Probleme mit den Blutgefäßen oder dem Zuckerstoffwechsel hat, sollte grundsätzlich mit Streichfetten und Zucker sparsam sein.

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