Grüner Tee: Wundermittel aus der Teetasse

Yuncui, Sencha, Gunpowder oder Gyokuro – die Fülle an Grüntee ist groß und das ist kein Wunder: Die Pflanze blickt nicht nur auf eine jahrtausendalte Geschichte als bedeutendes Kulturgut zurück. Vor allem im asiatischen Raum gilt grüner Tee als wahrer Jungbrunnen oder gar als Zaubertrank. Doch was ist dran an den Heilsversprechen?

Grüner Tee: Wundermittel aus der Teetasse

Grüner Tee / ©shutterstock/Memory Stockphoto

Zwar wird grüner Tee heute in über 50 Ländern kultiviert, dennoch gehören China und Japan nach wie vor zu den wichtigsten Anbaugebieten. Hier wie dort gilt der Tee seit jeher als eine der wohlschmeckendsten Heilpflanzen mit nahezu unerschöpflichem Gesundheitspotenzial. Wissenschaftliche Studien, die sich mit der Wirksamkeit des Tees beschäftigen, gibt es so viele wie zu kaum einem anderen Lebensmittel. Viele Mythen rund um das Wundermittel aus der Teetasse konnten zwar noch nicht wissenschaftlich untermauert werden und Experten warnen deshalb vor zu großer Euphorie – trotzdem lassen sich einige wichtige Erkenntnisse nicht von der Hand weisen.

Die meisten gesundheitsfördernden Eigenschaften werden dem Inhaltsstoff Epigallocatechingallat (EGCG) zugeschrieben. Die sogenannten Catechine sind nicht nur für den bitteren Geschmack des Grüntees verantwortlich – sie sollen bei regelmäßigem Konsum auch positive Effekte auf Krankheiten wie Diabetes, Adipositas, Alzheimer, Entzündungen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. Auch als wahrer Immun-Booster gilt der blassgrüne Sud. Inhaltsstoffe wie Vitamin C und E sowie Zink sollen unsere Immunabwehr in Schwung bringen und uns vor allem im Winter vor Erkältungskrankheiten schützen.

Positive Effekte bei Krebs und Bluthochdruck

Viele Studien beschäftigen sich derzeit überdies mit der Wirkung von Grüntee auf Krebszellen. Sogenannte Antioxidantien im Tee sollen freie Radikale binden, die zur Veränderung von Körperzellen führen und Krebs verursachen können. So hat sich Grüntee in Studien im frühen Stadium von Prostatakrebs und gegen die chronisch-lymphatische Leukämie (CLL) als wirksam erwiesen. Auch gegen ein weiteres gesundheitliches Problem soll grüner Tee Hilfe parat haben: Das Trinken von zwei Tassen Tee pro Tag soll Studien zufolge den Blutdruck senken. Catechine stärken unsere Blutgefäße, sodass diese elastischer werden und das Blut besser fließen kann.

Grüner Tee: Regeneration für Haut und Haare

Was von innen hilft, kann von außen nicht ganz falsch sein. Es sind besonders diese Antioxidantien, die grünen Tee zu einem beliebten Zusatz in Kosmetikartikeln machen. Ob als Haarspülung für starke, glänzende Haare oder in Cremeform gegen Akne oder Hautalterung – auch äußerlich angewandt zeigt sich der Tee als wahrer Helfer in der Not.
Seine Inhaltsstoffe sollen der Haut helfen, sich regelmäßig zu erneuern und zum Beispiel nach einem Sonnenbad auch zu regenerieren. So soll er die Hautalterung verlangsamen. Dem im Tee enthaltenen Chlorophyll wird darüber hinaus eine erfrischende Wirkung nachgesagt, die sich auch auf der Kopfhaut bemerkbar macht. Auch wenn grüner Tee mit Sicherheit kein Zaubertrank ist, so kann er anscheinend doch kleine Wunder bewirken.

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