Hallux valgus: Wenn der Schuh drückt

Der Hallux valgus ist eine weit verbreitete Fehlstellung der Zehen. Besonders Frauen sind betroffen. Damit verbunden sind Schmerzen und Druckstellen und häufig das Aus für hohe oder schöne Schuhe. Doch dagegen kann man etwas tun.

Hallux valgus: Wenn der Schuh drückt

Der Hallux Valgus wird auch "Ballenzeh" genannt. / Bild ©Kera Till für LaShoe

Beim Hallux (= großer Zeh) valgus (=schief) handelt es sich um eine fortschreitende Fehlstellung der Zehen. Dabei schiebt sich die große Zehe langsam nach innen, wodurch sich das Grundgelenk in die entgegengesetzte Richtung neigt. Der Zehenballen weicht nach außen und verdickt sich. Wegen dieser Verdickung ist der Hallux valgus auch als Ballenzeh bekannt.

Woher kommt ein Hallux valgus?

Grundsätzlich gibt es für den Hallux valgus eine genetische Veranlagung. „Dabei wird aber nicht der Hallux valgus vererbt,“ so Dr. med. Albert Beckers, Orthopäde in Köln, „sondern vielmehr die Neigung zu Bindegewebsschwäche”. Entscheidender als die Gene sind allerdings andere Faktoren. Ganz oben auf der Liste: falsches Schuhwerk, vor allem zu enge, zu hohe und allgemein drückende Schuhe. Auf Dauer gibt der Fuß dem konstanten Druck nämlich nach und verliert seine natürliche Haltung und Bewegung. Der Fuß passt sich dem schlecht sitzenden Schuh an, was zu dem schmerzhaften und unschönen Ballenzeh führt.

Den Hallux valgus erkennen

In der Regel fällt den Betroffenen erst einmal die Verformung des Fußes auf. Diese reicht von einer leichten Wölbung an der Fußinnenseite bis zu einer deutlichen Verschiebung des großen Zehs. Anfänglich ist der Hallux valgus dabei meist beschwerdefrei, mit zunehmendem Alter nehmen die Beschwerden jedoch zu. Die möglichen Folgen sind schmerzhafte Druckstellen, Hautreizungen und Schwellungen bis hin zu Entzündungen oder Gelenkverschleiß (Arthrose).

Doch auch die kosmetisch-ästhetische Entstellung des Fußes ist für viele bereits belastend. Das Tragen von offenen Schuhen wird fast gänzlich vermieden und der Schuhkauf wird zum Spießrutenlauf.

Vorbeugen statt operieren

Gerade wenn der Ballenzeh keine Schmerzen bereitet, sollte eine Operation nur als letzte Lösung beschlossen werden. Bevor man den Eingriff wagt – und übrigens auch danach – können Sie mit verschiedenen Maßnahmen einem Fortschreiten der Verformung entgegenwirken:

Wählen Sie Schuhe, die besonders für Ihre Anforderungen geeignet sind.

Wichtig sind ausreichend Spielraum für die Zehen und dass sie an den entsprechenden Druckstellen nachgeben. Modisch und bequem schließen sich dank spezieller Hersteller (wie zum Beispiel LaShoe) nicht mehr aus. Modelle mit entsprechender Comfort-Qualität können sogar einen leichten Absatz haben.

Wenn Sie Ihren Zehen etwas besonders Gutes tun wollen, laufen Sie so oft es geht barfuß.

Regelmäßige Fuß- oder Zehengymnastik unterstützt Ihre Muskulatur und kann dazu beitragen, eine Verschlimmerung zu verlangsamen oder zu stoppen.

Mehr zum Thema „schöner Schuh trifft Hallux valgus“ finden Sie auch in unserem Magazin LEBENLANG.

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