Hausstaub: Weichmacher und Flammschutzmittel inklusive

Die grauen Flusen sind gar nicht so harmlos, wie sie aussehen. Oft enthalten sie überraschend viele Schadstoffe

Hausstaub: Weichmacher und Flammschutzmittel inklusive

© iStock/KatarzynaBialasiewicz

Der ganz normale Hausstaub in unseren Wohnräumen setzt sich aus allen möglichen Partikeln zusammen, die in der Luft umherschwirren. Leider zählen auch bedenkliche Chemikalien dazu: Vor allem Phthalate (Weichmacher), Flammschutzmittel oder synthetische Duftstoffe sind in 9 von 10 Haushalten im Staub vertreten. Das fanden Forscher der George-Washington-Universität (USA) in einer Übersichtsarbeit heraus, für die sie 26 Studien zum Thema „Chemikalien in Hausstaub“ analysierten.

Die Chemikalien stammen aus imprägnierten Stoffen, Reinigungsmitteln, Wandfarben, Lacken oder schlicht aus Plastikprodukten – vom Stromkabel bis zum Mülleimer. Viele der gefundenen Stoffe, vor allem die Weichmacher, haben Einfluss auf das Hormonsystem und die Fruchtbarkeit, können die kindliche Entwicklung stören oder die Leber belasten. Besonders betroffen seien kleine Kinder und Haustiere, da sie häufig Bodenkontakt haben, schreiben die Forscher. Was vor Belastungen durch die Innenraumgifte schützen kann, ist: Häufig Staubsaugen und feuchtes Staubwischen. Auf Reinigungsmittel, die mit noch mehr Chemie und Duftstoffen beladen sind, sollte dabei lieber verzichtet werden, das Tuch sollte nicht draußen ausgeklopft, sondern ausgewaschen werden.


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