Heilpflanzen gegen Stress und Unruhe

Gegen vieles ist ein Kraut gewachsen. Diese drei helfen erwiesenermaßen bei Stress und Unruhe

Heilpflanzen gegen Stress und Unruhe

© Anne Rudolph

Rosenwurz

Rosenwurz verbessert die Leistungsfähigkeit

Als sogenanntes Adaptogen erhöht der Extrakt der Rosenwurzwurzel (z. B. in Rhodiolan von Dr. Loges) die Stresstoleranz. Untersuchungen zeigen, dass er außerdem stimulierend wirkt und die Leistungsfähigkeit in Stresssituationen oder bei Überarbeitung verbessert. Die Wirkung beruht vermutlich u. a. auf den Substanzen Rhodiolosid, Rosavin und p-Tyrosol, die Einfluss auf Neurotransmitter und Mediatoren der Stressantwort nehmen. Der Effekt setzt mit der ersten Einnahme ein, bis die volle Wirkung da ist, dauert es 14 Tage.

TIPP
Wegen der stimulierenden Wirkung könnte eine abendliche Einnahme zu Schlafstörungen führen, darum morgens und/oder mittags nehmen.

JohanniskrautJohanniskraut mildert die innere Anspannung

Neben der bekannten antidepressiven Aktivität haben alle oberirdischen Pflanzenteile des Johanniskrauts auch einen positiven Effekt bei nervöser Unruhe und Angst. Die Wirkstoffe (u. a. Hyperforin und Xanthone) greifen in den Haushalt der Neurotransmitter und Hormone ein und sorgen für mehr Gelassenheit. Außerdem kurbeln sie die Melatonin-Produktion an, was das Einschlafen erleichtert. Gibt‘s als Tee, in Dragées (z. B. von Kneipp) oder Kapseln (z. B. von Tetesept).

TIPP
Johanniskraut erreicht erst nach zehn bis 20 Tagen seine Wirkung. Wechselwirkungen (mit vielen Medikamenten und mit UV-Licht) treten womöglich davor auf.

HopfenHopfen beruhigt und fördert den Schlaf

Die Zapfen, also die kompletten getrockneten weiblichen Blütenstände des Hopfens, enthalten ein Harz mit den Bitterstoffen Humulon und Lupulon, aus denen der Wirkstoff 2-Methyl-3-Butenol freigesetzt wird. Dieser hat eine beruhigende Wirkung. Gleichzeitig wirkt der Hopfen über eine Aktivierung des Melatonin-Rezeptors schlaffördernd. Für einen Tee zwei- bis dreimal täglich einen gehäuften Teelöffel getrocknete Hopfenzapfen mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen.

TIPP
Wer den herbwürzigen Geschmack des Tees nicht mag, kann auch Dragées o. Ä. nehmen (z. B. Hopfen Beruhigungs- Dragées von Klosterfrau).

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