Herpes: Nicht schon wieder!

Im Winter treten Lippenbläschen bei vielen Menschen besonders häufig auf. Drei Strategien, um Herpes vorzubeugen. Und die besten Therapien

Herpes: Nicht schon wieder!

©shutterstock/Image Point Fr

Schätzungen zufolge sind 90 Prozent der Menschen in Deutschland mit Herpes simplex infiziert. Dass sie nicht ständig alle mit den schmerzhaften Bläschen am Mund herumlaufen, liegt am Immunsystem: Meist hat es die im Gesichtsnerv ausharrenden Viren gut im Griff. Der Winter bietet ihnen allerdings viele Möglichkeiten, aktiv zu werden und die unangenehmen Lippenbläschen hervorzurufen. Doch es gibt kluge Strategien dagegen.

1. Die Abwehr mobilisieren

Husten und Niesen in Bussen und Bahnen zeigen es deutlich: Das Immunsystem ist gerade besonderen Herausforderungen ausgesetzt, Infektionskrankheiten haben Hochkonjunktur. Unterstützen Sie Ihre Abwehr, damit die Herpesviren keine Chance haben.

Nährstoffvorräte kontrollieren

Ein guter Vitamin-D-Status ist entscheidend für ein starkes Immunsystem, und eigentlich sollten die Vorräte nach einem sonnigen Sommer so üppig gefüllt sein, dass Sie damit über den Winter kommen. Doch wenn Sie wie die meisten Menschen viel Zeit drinnen verbringen, ist das oft nicht der Fall. Wenn Sie anfällig für Herpes und andere Infektionen sind, sollten Sie Ihren Blutwert untersuchen lassen, der nach neuesten Erkenntnissen bei über 40 ng/ml liegen sollte.

Herpes vermeiden = Abwehr trainieren

Das Immunsystem wird dann stärker, wenn Sie sich regelmäßig ein Stück aus Ihrer Komfortzone herauswagen und zum Beispiel viel bei Wind und Wetter im Freien sind. Durch ihre Regelmäßigkeit sind Kältereize zum Abschluss jeder Dusche besonders effektiv. Falls Sie jetzt schaudern, haben Kneipptherapeuten gute Nachrichten: Für die Wirkung ist es nicht nötig, Bauch und Rücken kalt abzuduschen – Arme und Beine reichen.

2. Die Sonne ernst nehmen

Wintersonne kann gerade an klaren Tagen für herpesgeplagte Lippen schon zu viel sein, vor allem wenn Schnee liegt, der die Strahlung reflektiert. Skifahrer sollten sich auch bei wolkigem Wetter schützen: Pro 1000 Höhenmeter steigt die UV-Strahlung um satte 20 Prozent.

Spezialpflege auftragen

Nutzen Sie Pflegestifte mit extrahohem Lichtschutzfaktor, idealerweise LSF 30. Es gibt sogar welche mit Melissenextrakt, das nachweislich Herpes entgegenwirkt. Wichtig: Behalten Sie den Stift in der Hosentasche, damit
er geschmeidig bleibt und Sie oft nachlegen und den Schutz auch wirklich erhalten können.

Sonnenschutz futtern

Lebensmittel mit vielen sekundären Pflanzenstoffen helfen der Haut dabei, UV-Strahlung besser zu verkraften. So ließ sich in Studien mit 40 Gramm Tomatenmark täglich über zehn Wochen ein natürlicher Lichtschutz erreichen, der etwa LSF 3 entspricht. Ähnliche Ergebnisse gibt es für grünen Tee und dunkle Schokolade.

3. Stressphasen gut überstehen

Auch im Winter geht es bei vielen alles andere als besinnlich zu. Da Stress nachweislich der Hauptauslöser für Herpesausbrüche ist, sollten Sie deshalb in dieser Zeit besonders auf genug Ausgleich achten.

„Pffft!“ sagen

Viele Ärgernisse haben tatsächlich nicht mehr als diesen Laut verdient. Aber es bringt auch ganz viel, wenn Sie nach tiefem Einatmen gegen den Widerstand der Lippen auf „pfft“ die Luft ganz langsam entweichen lassen. Auf diese Weise die Ausatmung zu verlängern wirkt stark beruhigend auf das vegetative Nervensystem. Unschlagbarer Vorteil: geht sofort und immer.

Füße baden

Meist gilt: Je nötiger ein entspannendes Bad wäre, desto weniger ist es zeitlich drin. Doch ein Fußbad vor dem Einschlafen lässt sich oft trotzdem einrichten und wirkt ähnlich gut – vor allem mit dem richtigen Zusatz. Stark entspannende und schlaffördernde Wirkung hat ätherisches Lavendelöl: Verschütteln Sie in einem Schraubglas 6 Tropfen davon mit 2 EL Milch als Emulgator und geben Sie die Mischung in das Badewasser.

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