Vitamin A, B, C, D und Co.: Das ABC der Nährstoffe

Lieber gezielt als Multipräparat: Wann ein Bluttest beim Arzt auf einzelne Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sinnvoll sein kann

Vitamin A, B, C, D und Co.: Das ABC der Nährstoffe

© iStock/Yakobchuk

VITAMIN A (RETINOL/BETACAROTIN) sollte man ggf. überprüfen bei: nachlassender Sehkraft, denn das (potenziell giftige) Vitamin ist wichtig für scharfes Sehen sowie für die Verwertung von Proteinen. Außerdem wirkt es als Antioxidans.

VITAMIN B1 (THIAMIN) sollte man ggf. überprüfen bei: Diabetes und neurologischen Erkrankungen, denn es wird gebraucht, um den Nervenbotenstoff Acetylcholin herzustellen.

VITAMIN B3 (NIACIN) sollte man ggf. überprüfen bei:
längerer Einnahme von Schmerzmitteln und Psychopharmaka, denn es ist an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt.

VITAMIN B6 (PYRIDOXIN) sollte man ggf. überprüfen bei: häufiger Einnahme von Antibiotika, Infektneigung, Hautveränderungen, Wachstums-, Schlaf- und neurologischen Störungen und wenn man lange die Pille genommen hat. Es ist ein Cofaktor für rund 200 Enzyme.

VITAMIN B9 (FOLSÄURE) sollte man überprüfen bei:
erhöhten Homocysteinwerten. Bei Kinderwunsch und Schwangerschaft sind Folsäuretabletten generell sinnvoll.

VITAMIN B12 (KOBALAMIN) sollte man überprüfen bei: vegetarischer oder veganer Ernährung, Magenerkrankungen, Depressionen und neurologischen Beschwerden.

VITAMIN C (ASCORBINSÄURE) sollte man überprüfen bei: Krebserkrankungen, denn es ist als Antioxidans wichtig für die Abwehr.

VITAMIN D (CHOLECALCIFEROL) sollte man überprüfen bei: wenig Aufenthalt im Freien (es wird in der Haut unter dem Einfluss von Sonnenlicht gebildet), insbesondere mit Infekt- und Entzündungsneigung. Ist nicht nur wichtig für das Immunsystem – senkt die Wahrscheinlichkeit von Autoimmunerkrankungen, Infarkt und Krebs –, sondern auch bei der Knochenbildung.

VITAMIN E (TOCOPHEROL) sollte man ggf. überprüfen bei: Fettverdauungsstörungen, denn es ist ein fettlösliches Antioxidans. Effekte erzielt aber offenbar nur natürliches Vitamin E (RRR-Alpha-Tocopherol), nicht die synthetische Form (Alpha-Tocopherol).

VITAMIN K (PHYLLOCHINON) sollte man ggf. überprüfen bei: chronischen Darmerkrankungen, da diese die Aufnahme einschränken. Es ist wichtig u.a. für die Blutgerinnung.

KALZIUM (CA) sollte man überprüfen bei: Verdacht auf Osteoporose, aber nicht mittels Bluttest, der Wert bleibt lange unauffällig. Sondern per Knochendichtemessung. Achtung, ohne genug Vitamin D kann Kalzium nicht wirken.

KALIUM (K) sollte man überprüfen bei: Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Muskelschwäche, denn es ist wichtig für Flüssigkeitshaushalt und Nervenimpulse. Achtung, für alle, die viel Salz essen (also im Verhältnis zu Natrium wenig Kalium zur Verfügung haben), ist Gemüse oft sinnvoller als Präparate.

MAGNESIUM (MG) sollte man ggf. überprüfen bei:
häufigen Wadenkrämpfen, Verstopfung, schmerzhafter Regel, Herzrhythmusstörungen, denn es ist wichtig für Nerven und Muskeln. Achtung, nicht gleichzeitig mit Kalzium oder bei Nierenfunktionsstörung nehmen.

EISEN (FE) sollte man überprüfen bei: starker Regelblutung und Erschöpfung. Gemessen wird das gespeicherte Eisen (Ferritin). Eisen ist nötig für den Sauerstofftransport im Blut.

SELEN (SE) sollte man überprüfen bei: Krebs, Autoimmunerkrankungen, Infarkten, denn es ist ein starkes Antioxidans, und viele sind unterversorgt.

ZINK (ZN) sollte man ggf. überprüfen bei: Infektneigung, chronischen Erkrankungen und Krebs. Es ist wichtig fürs Immunsystem, außerdem für die Wundheilung.

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