Nordische Diät: Was darf ich essen und was bewirkt sie?

Schon einmal die nordische Diät probiert? Oder von ihr gehört oder gelesen? Wir verraten, was dahinter steckt und wie groß ihre Auswirkungen auf die Gesundheit sind.

Nordische Diät: Was darf ich essen und was bewirkt sie?

Die nordische Diät besteht zu einem großen Teil aus Vollkornprodukten, Obst und Gemüse. ©iStock/marilyna

Die nordische Diät (‚Nordic Diet‘) ist eine Form der Ernährung, die an die Länder im Norden Europas angelehnt ist. Sie entwickelte sich aus Studienergebnissen zur Mittelmeer-Diät, die eher der mediterranen Küche ähnelt. Die Forschungsergebnisse zeigten, dass die Einwohner Nordeuropas nicht von den positiven Effekten der Mittelmeer-Diät profitierten. Es stand fest: Eine neue Ernährungsweise musste her.

Nordische Diät: Was darf ich essen?

Die Nordische Diät scheint wie für „uns“ gemacht: Hier stehen Mahlzeiten aus der Küche Nordeuropas im Vordergrund. Wesentlich bei der nordischen Diät ist der Verzehr folgender Nahrungsmittel (der Menge nach absteigend geordnet):

  • Getränke: Tee und Wasser machen bei einer nordischen Diät den größten Teil der Ernährung aus
  • Obst und Wurzelgemüse: die Pflanzen sollten jedoch regional und saisonal zum nordischen Raum passen
  • Vollkornprodukte: Vollkornbrot oder andere Körnererzeugnisse sollten täglich in mindestens vier Mahlzeiten enthalten sein
  • Fisch: in Maßen erlaubt, dafür auf Fleisch eher verzichten
  • Fette und Öle: eher seltener verwenden
  • Alkohol, zuckerhaltige Getränke, Süßigkeiten: nur sehr selten

Was bringt die nordische Diät der Gesundheit?

Eine 2018 veröffentlichte Studie der EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) zeigt, dass Personen, die sich der nordischen Diät entsprechend ernährten, meistens etwas älter und häufiger übergewichtig waren als der Rest der Befragten.

Die Rate für Herzinfarkte lag bei Teilnehmern mit einer Ernährungsweise ähnlich der nordischen Diät um 12 Prozent niedriger als beim Rest der Probanden. Eine um drei Prozent niedrigere Rate bei Schlaganfällen stellten die Forscher ebenfalls fest, die Diabetesrate zeigte sich jedoch im Vergleich leicht erhöht. Dabei handelt es sich jedoch nicht um signifikante Unterschiede.

Grundsätzlich verweisen diese Ergebnisse also nicht auf große Auswirkungen dieser Diätform, eine niedrigere Herzinfarktrate ist jedoch ein positiver Effekt, den man nicht außer acht lassen sollte.

In unserer Rubrik „Was koche ich heute?“ gibt es regelmäßig regionale und saisonale Rezepte, wöchentlich kommen neue hinzu. Also gern mal vorbeischauen!

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