Radeln in der City

Durch Großstadtmief zu radeln ist immer noch gesünder als ins Auto zu steigen, zeigt eine Studie aus Barcelona

Radeln in der City

© iStock/diego_cervo

Mit dem Fahrrad durch die Stadt zu fahren, macht die Menschen gesünder – trotz der mit Abgasen und Feinstaub belasteten Atemluft. Zu diesem Ergebnis kommt die Umweltforscherin Audrey de Nazelle: Selbst wenn man Unfallrisiken einkalkuliere, würden Radfahrer im Stadtverkehr allein schon durch mehr Bewegung profitieren.

In einer EU-finanzierten Studie untersuchte die Wissenschaftlerin von 2009 bis 2013, wie sich das Leihfahrrad-System in Barcelona auf die Fitness der Radler und auf das Wohlbefinden aller Stadtbewohner auswirkt. Knapp 30.000 nutzten in der spanischen Millionen-Metropole täglich das Rad für eine Distanz von durchschnittlich vier Kilometern.

De Nazelles Berechnungen ergaben: Jedes Jahr könnten statistisch gesehen zwölf Menschenleben gerettet werden, allein durch die erhöhte körperliche Fitness und das Einsparen von Autoabgasen. Der Umweltstudie zufolge verringert Fahrrad- statt Autofahren das Risiko für Demenz, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Und wer zum Job radelt, entlastet für alle die Stadtluft: In Barcelona werden pro Jahr ganze 9.000 Tonnen weniger an CO2-Ausstoß gemessen, seitdem es dort Leihräder gibt.

Auch in fast allen größeren deutschen Städten gibt es inzwischen Fahrrad-Leihsysteme, etwa von „Call a Bike“ oder „Nextbike


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