Radieschen: Was die scharfen Dinger so gesund macht

Radieschen sind gesund und lassen sich einfach im eigenen Garten anbauen. Doch es gibt noch mehr Gründe, warum sie Gurken und Tomaten von unseren Tellern verdrängen sollten

Radieschen: Was die scharfen Dinger so gesund macht

Vitamine A, B1, B2 und C stecken in Radieschen ©iStock/id-art

Wir zeigen, wieso Radieschen so gesund sind und wie man sie selbst anbauen kann.

Radieschen sind viel zu scharf!

Die bis zu vier Zentimeter großen Knollen zählen in der Tat zu den schärfsten Gemüsesorten, die sich in unseren Böden anbauen lassen. Der Grund für den pikanten Geschmack: die enthaltenen Senföle. Sie treten aus, wenn Radieschen beschädigt werden – wie es sich beim Essen und Zubereiten nun einmal nicht vermeiden lässt. Doch es gibt ein Gegenmittel: Salz. Das bringt nicht nur eine neue Geschmacksnote zum Radieschen, sondern entzieht ihm auch Wasser und damit auch Senföle. Als Alternative kann man die Knollen auch dünsten, doch dann sind sie nicht mehr so schön knackig. In kleine Scheiben geschnitten, lassen sie sich wunderbar im Salat oder auf dem Brot essen und sorgen für bunte Akzente. Was viele auch nicht wissen: sogar die Blätter sind essbar. Ihr Geschmack ähnelt ein wenig dem von Rucola und man kann sie zum Beispiel zum Würzen von Kräuterquark nutzen oder aus ihnen ein kräftiges Radieschenblatt-Pesto kreieren.

Aber sind Radieschen auch gesund?

Sehr sogar, denn die Senföle sind nicht nur scharf, sondern wirken antibakteriell, sodass sie in konzentrierter Form auch in Medikamenten Anwendung finden. Darüber hinaus sind sie harn- und gallentreibend und sollen deshalb beispielsweise der Bildung von Gallensteinen entgegenwirken. Aber auch die anderen Inhaltsstoffe wie Kalium, Eisen und Kalzium sowie die Vitamine A, B1, B2 und C tun dem Körper gut. Ein weiterer Vorteil: 100 Gramm Radieschen enthalten nur 14 Kilokalorien und so gut wie keine Kohlenhydrate. Gleichzeitig sorgen die Ballaststoffe der Knolle für ein Sättigungsgefühl.

Und wie kann ich Radieschen selbst anbauen?

Das geht ganz einfach, und es braucht dafür noch nicht einmal einen eigenen Garten, denn Radieschen lassen sich sogar im Balkonkasten ziehen. Ab Mai, wenn die Temperaturen nicht mehr unter zehn Grad fallen, können die Samen in die Erde. Nach einer Woche zeigen sich dann die ersten Pflänzchen und sechs Wochen später ist schon Erntezeit. Im Sommer bei einigen Sorten sogar bereits nach 18 Tagen. Und selbst wer Radieschen kauft, tut etwas für seine Ökobilanz: Da sie meist aus Freilandzucht stammen, sind sie um einiges umweltfreundlicher als Tomaten und Gurken, die in Deutschland für den Handel fast ausschließlich in Gewächshäusern angebaut werden.

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