Rückenschmerzen wegmeditieren

Ein klinisches Programm für mehr Gelassenheit bringt deutliche Erleichterung bei Kreuzschmerzen, zeigt eine Studie

Rückenschmerzen wegmeditieren

Jeder Dritte hat „Rücken“, Frauen leiden häufiger unter der Dauerverkrampfung der Rückenmuskulatur. Das zehrt an den Kräften und lässt manche schier verzweifeln, vor allem, wenn Schmerzmittel nicht ausreichend wirken. Dabei könnte einfach mehr Achtsamkeit die Lösung sein, fanden Forscher der Universität in Seattle (USA) heraus.

Ihre Studie zeigt, dass sich mit der Entspannungstechnik MBSR (Mindfulness Based Stress Reduction, Stressreduktion durch Achtsamkeit) chronische Kreuzschmerzen deutlich lindern lassen.

Die wissenschaftlich standardisierte Methode der „Achtsamkeitsbasierten Stressreduktion“ vereint Elemente wie Meditation, Yoga und Achtsamkeitsübungen, um Anspannung ab- und Gelassenheit aufzubauen.

Die wissenschaftlich standardisierte Methode der „Achtsamkeitsbasierten Stressreduktion“ vereint Elemente wie Meditation, Yoga und Achtsamkeitsübungen, um Anspannung ab- und Gelassenheit aufzubauen. Der Umgang mit der Krankheit verändert sich, und das scheint nicht nur bei chronischen Schmerzen zu helfen, sondern auch bei Depressionen und Panikattacken, wie frühere Studien ergaben.

Für seine Studie untersuchte der Mediziner Daniel Cherkin ein halbes Jahr lang insgesamt 342 Rückenpatienten. In der Gruppe, die über zwei Monate regelmäßig MBSR praktizierte, verbesserte sich die Beweglichkeit bei 61 Prozent, die Schmerzen ließen bei 44 Prozent der Meditierenden nach.

Diejenigen, die nur die nur die übliche schulmedizinische Therapie erhielten, verspürten deutlich weniger Entlastung bei der Beweglichkeit (44 Prozent) und beim Schmerzempfinden (27 Prozent). Eine dritte Gruppe bekam übrigens eine kognitive Verhaltenstherapie und erzielte damit fast so gute Ergebnisse wie MBSR.

Doch natürlich gilt: Einen Besuch beim Orthopäden ersetzt das Achtsamkeitstraining nicht. Und heilsame Gelassenheit zu entwickeln, wenn man vor Rückenschmerz kaum sitzen kann, erfordert Übung und sollte von Fachleuten begleitet werden. Die finden Sie beispielweise über den deutschen MBSR-MBCT-Verband.

KOMMENTARE

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  • Melanie Weber 2 Monaten ago

    Hallo Karin

    Danke für den schönen Beitrag 🙂

    Bei mir ist es in letzter Zeit auch immer wieder mal so, dass ich etwas Rückenprobleme habe. Meistens gehe ich dann aber wirklich erst zum Physio, wenn es wirklich schlimm wird^^. Bis jetzt ist es aber glücklicherweise noch nicht wieder ganz so schlimm gewesen. Was ich aber noch mache, sind immer wieder mal ein paar Rücken bzw. Dehnübungen, welche ganz gut für den Rücken und die Muskulatur sind. Da schaue ich öfters auch mal die Videos von Liebscher & Bracht. Da habe ich schon einiges gelernt. Was bei mir aber noch der Fall ist, sind leicht Kribbelgefühle. Ich vermute, dass da der eine oder andere Nerv etwas mitgenommen ist. Habe mir mal Doloctan forteangeschaut. Würdest du das empfehlen? Das soll zur Nervenregeneration beitragen und ich überlege. Ob ich mir mal eine Packung davon kaufe. Ansonsten finde ich die Idee von dem Meditieren auch nicht schlecht, da Stress ja auch die Rückenschmerzen verschlimmer kann (eigene Erfahrung). Ich glaube auch, dass Stress viel mit Rückenproblemen zu tun haben können. Bei einem bekannten von mir sind die Rückenschmerzen auch nach einer Reha weitgehendst weggegangen. Das werde ich mir auch mal ausprobieren, danke!

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