Wildkräuter: Aufgebrezeltes Butterbrot – mit Rezept

Wer in der Natur aufmerksam ist, entdeckt Wildkräuter und essbare Blüten. Schafgarbe, Rotklee, Spitzwegerich, Wiesenmargerite, Ehrenpreis und Gänseblümchen veredeln die heimische Küche. Damit wird selbst ein schlichtes Butterbrot königlich veredelt.

Wildkräuter: Aufgebrezeltes Butterbrot – mit Rezept

Lecker und gesund: die Wildkräuter-Schnitte © AdobeStock - Anne Mathiasz

Gerade im Sommer und Frühherbst lohnt es sich, den Drahtesel zu satteln und ins Grüne zu fahren. In der Natur wachsen essbare Wildkräuter in Hülle und Fülle – kostenlose und doch kostbare Gaben, die aus schlichten Gerichten ein Festessen machen. Sie zu sammeln, entschleunigt nicht nur, sondern schult auch die Sinne und lässt uns dankbar werden für die grüne Speisekammer der Natur. Wilde, essbare Pflanzen wachsen überall und können bis in den Spätherbst hinein gesammelt werden. Man kann sie trocknen, einlegen, fermentieren oder frisch zubereiten. Zum Beispiel zu Kräuterbutter, Kräutersalz, Tee oder als luxuriöses Butterbrot. Wir stellen vier wilde Kräuter vor, die es in sich haben:

Essbare Wildkräuter

Waldsauerklee

Mit seinem frischen, säuerlichen Geschmack begeistert er seit jeher Spitzenköche und Gourmets. Er schmeckt in Dressings, zu Fisch oder im Omelett, passt aber auch in Süßspeisen. Er ist reich an Vitamin C, wirkt blutreinigend und entzündungshemmend. Die immergrünen Blätter kann man fast das ganze Jahr hindurch sammeln.

Weißer Gänsefuß

Sein Spitzname: „Strandspinat“. Schon früher wurden die weiß bemehlten Blätter des Weißen Gänsefuß’ wie Blattgemüse verwendet. Sie lassen sich auch roh oder klein gehackt über Speisen streuen und punkten mit reichlich Kalzium, Vitamin B1 und haben einen hohen Proteingehalt. Erntezeit: von Juni bis September.

Knoblauchsrauke

Die Heilpflanze schmeckt und riecht, wie sie heißt – nach Knoblauch. Sie wächst in Wäldern, auf Weiden und in Gärten mit gutem Boden. Sie wirkt harntreibend, reinigend und verdauungsfördernd. Probieren Sie Knoblauchsrauke als Salat gemischt mit anderen Wildkräutern oder gemixt als grüne Mayonnaise. Die Blätter würzen auch Suppen und helle Saucen und passen auch zu Wildgerichten.

Giersch

Der würzige Duft macht die Pflanze leicht erkennbar. Reich an Mineralien und Vitaminen, ist sie ein probates Mittel gegen Gicht und Gelenkprobleme. Essbar sind sowohl Blätter als auch Blüten. Giersch passt gut als Zutat zu Pfannkuchen, in Frikadellen, zu Gemüse oder Ziegenkäse.

Rezept: Wildkräuter-Schnitte mit Meerrettich-Butter und Radieschen

Zutaten für zwei Personen

  • 2 Handvoll Wildkräuter nach Wahl, ersatzweise Wildkräutersalat aus dem Handel
  • 50 g weiche Butter
  • 1 El Sahnemeerrettich
  • Meersalz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Handvoll selbstgezogene Radieschen, ersatzweise 1⁄2 Bund Radieschen aus dem Handel
  • 2 Scheiben Sauerteigbrot

Zubereitung

1. Die Wildkräutersalate verlesen und falls nötig mit Küchenkrepp vorsichtig sauber tupfen.

2. Butter mit dem Sahnemeerrettich in der Küchenmaschine oder mit dem Handrührgerät schaumig aufschlagen. Mit Meersalz und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer abschmecken.

3. Die Brotscheiben im Ofen leicht anrösten. Mit der Butter bestreichen und mit Wildkräutern und Radieschen nach Belieben belegen.

Das Rezept stammt von Sophia Schilik.

KOMMENTARE

WORDPRESS: 0
DISQUS: 0